Produktfotografie – Mit diesen Tipps und Tricks setzt Du Dein Produkt perfekt in Szene

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Lesezeit 17 MinDanielAutor Alina Liefländer

Egal ob eBay, Amazon oder Onlineshop – auf nahezu jeder Plattform tragen Produktfotos entscheidend zu der Performance Deiner Produkte bei. Aufgrund des massenhaften Angebots in der boomenden E-Commerce-Branche sind wirkungsvolle Fotos deiner Produkte die beste Möglichkeit, Dich von der Masse abzuheben.

Mit Hilfe von Produktmerkmalen kannst Du Deinen Kunden zwar genauere Informationen zu Deinem Produkt übermitteln, wirklich „begreifbar“ werden sie aber erst mit dem richtigen Produktfoto.

Je besser das Produktbild, desto wertiger wirkt das Produkt

Während des Kaufprozesses kann Dein Kunde nur einen seiner Sinne benutzen – und auf diesen wird er sich verlassen. Im Gegensatz zum Einkauf in einem örtlichen Geschäft können Kunden Dein Produkt nicht in die Hand nehmen, anfassen und die Struktur und Funktionen mit den Fingern ertasten. Deine Aufgabe als Online-Verkäufer ist es also, die fehlenden Sinne zu ersetzen und den Kunden nur anhand der Produktbilder von Deinem Produkt zu überzeugen.

Was genau musst Du nun tun, damit Du es schaffst, dein Produkt ins richtige Licht zu rücken? In diesem Artikel erfährst Du es!

Das richtige Konzept für Deine Produktfotos

Bevor Du mit dem Schießen der Produktfotos beginnst, solltest Du Dir Inspirationen suchen und Dir überlegen, was Du mit dem Foto ausdrücken möchtest.

  • Welche KPIs hat Dein Produkt?

  • Welchen Mehrwert bietet es Deinen Kunden?

  • Welches Feature möchtest Du besonders herausstellen?

  • Wie kann Dein Produkt angewendet werden?

All diese Punkte sollten Dir vor Beginn klar sein, damit Du die gewünschten Aspekte hervorheben kannst.

Außerdem solltest Du Dir gut performende Konkurrenz anschauen. Welche Produktfotos gefallen Dir besonders gut? Überzeugen Dich die Bilder auf den ersten Blick? Es ist durchaus erlaubt, sich an der Konkurrenz zu orientieren – ihr Produkt performt in der Regel nicht ohne Grund gut. Überlege Dir aber, ob Du das Konzept deiner Wettbewerber verfolgen möchtest oder ob Du aus der Masse hervorstechen möchtest.

Inspirationen findest Du unter anderem auf

Pinterest

Google Bilder

Amazon

eBay

Instagram

Das richtige Equipment – Kamera, Stativ und Co.

Ein qualitativ hochwertiges Bild ist ausschlaggebend für die Überzeugungskraft Deines Bildes. Deshalb solltest Du unbedingt darauf achten, möglichst professionelle Fotos zu produzieren. Dies muss nicht immer das teuerste Equipment bedeuten – es gibt aber einige Faktoren, auf die Du achten solltest:

Die Kamera

Für das perfekte Produktfoto ist nicht immer eine professionelle Spiegelreflexkamera notwendig. Mit dem richtigen Know-How gelingen Dir auch mit einer simplen Kompaktkamera hochwertige Bilder. Es empfiehlt sich, vor dem Produktshooting alle Einstellungen der Kamera kennen zu lernen, Testfotos zu schießen und verschiedene Modi zu testen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen – Du selbst kennst Dein Produkt am besten und kannst daher am besten beurteilen, wie Du es zeigen möchtest.

Deine Kamera sollte über eine Auflösung von mindestens 6 Megapixeln verfügen. Am Ende gilt aber: Je höher die Auflösung, desto besser. Besonders bei Marktplätzen wie Amazon ist der Detailzoom ein wichtiger Entscheidungspunkt in der Customer Journey. Diese Funktion kannst Du nur bedienen, wenn Dein Produkt eine bestimmte Bildgröße und Auflösung erfüllt.

Um eine möglichst hohe Tiefenschärfe (also den Bereich des Fotos, der scharf ist) zu ermöglichen, solltest Du die Blende der Kamera auf einen möglichst hohen Wert einstellen. Die Blende steuert die Menge des Lichts, dass durch die Kamera geleitet wird. Empfehlenswert ist ein Blendenwert von mindestens F16.

Auch auf den Weißabgleich solltest Du achten. Die meisten Kameras haben zwar einen automatischen Weißabgleich, für einige Produkte werden aber genauere Einstellungen fällig. In diesem Fall solltest Du den manuellen Weißabgleich nutzen.

Produktfotografie mit dem Smartphone

Du hast gerade keine Spiegelreflex- oder Systemkamera zur Hand? Kein Problem. Auch mit den gängigen Smartphones kannst Du es schaffen, saubere Produktfotos zu schießen.

Auch hier gilt eine Auflösung von mindestens 6-8 Megapixeln. Du solltest dich auf jeden Fall um ein Stativ oder ähnliche Ausrüstung zur Bildstabilisierung kümmern. Beim Halten des Smartphones mit bloßer Hand läufst Du große Gefahr, verwackelte und dadurch unscharfe oder verzerrte Fotos zu schießen. Bei mit dem Smartphone erstellten Bildern solltest Du besonders Deine Belichtung perfektionieren, da jedes Gerät unterschiedlich auf verschiedene Lichtverhältnisse reagiert. Bei Bedarf kannst Du eine zusätzliche Linse für dein Smartphone erwerben – hier prüfst Du am besten selbst, ob die Leistung Deines Smartphones ausreicht oder Du zusätzliches Zubehör benötigst.

Das Stativ

Wackelige, verzerrte Bilder können Kunden verärgern, da sie Dein Produkt unrealistisch darstellen. Daher solltest Du auf keinen Fall auf ein Stativ verzichten. Das Stativ verschafft Dir perfekt belichtete, einheitliche Produktfotos aus einer gleichbleibenden Perspektive.

Die Beleuchtung

Wenn Du die Möglichkeit hast, deine Produkte im Tageslicht zu fotografieren, solltest Du diese auf jeden Fall nutzen. Am frühen Morgen oder am späten Nachmittag erzielst Du besonders schöne Ergebnisse, oder Du nutzt die Wolken bei bedecktem Himmel als Diffusor. In einem geschlossenen Raum zum Beispiel kannst Du das Produkt gegenüber von einem Fenster fotografieren, um das natürliche Licht auszunutzen.

Oft reicht Tageslicht alleine nicht aus oder es ist kein ausgeleuchteter Platz verfügbar, um dein Produkt im wahrsten Sinne des Wortes „ins rechte Licht zu rücken“.
Hier bieten sich vom professionellen Equipment bis zur Haushaltsalternative verschiedenste Möglichkeiten an, um dein Produkt perfekt auszuleuchten. Wichtig ist hierbei die richtige Anwendung.

Du solltest dich für eine Beleuchtungsmethode entscheiden, da jede Lichtquelle unterschiedliche Schatten wirft. Auf dem fertigen Produktfoto sollten am Ende natürlich nicht drei verschieden große oder andersfarbige Schatten zu sehen sein. Um Schatten allgemein vorzubeugen bietet sich die Verwendung einer sogenannten Softbox an. Sie lässt Schatten mit dem Hintergrund „verschmelzen“. Dieses sogenannte diffuse Licht kannst Du auch mit einer direkten Lichtquelle erzeugen, vor die Du ein Stück Stoff oder Papier spannst.

Wichtig: Finger weg vom Blitz!

Mit dem Blitz deiner Kamera erzeugst Du ein unnatürliches Licht, welches sehr harte Schatten auf dein Produkt wirft.
Verzichte lieber auf den Blitz und konzentriere Dich stattdessen auf die ausreichende Beleuchtung Deines Produkts.

Der Hintergrund

Der ideale Hintergrund für dein Produktfoto ist in der Regel schlicht, einfarbig und kontrastreich zu deinem Produkt, damit es sich klar vom Hintergrund abhebt. Aus welchem Material Dein Hintergrund besteht bleibt vollkommen Dir überlassen, als Inspiration könnten Dir aber die folgenden Materialien dienen:

  • Ein Stofftuch, gebügelt

  • Pappe / Karton

  • Holz

  • Plastik

  • Papier

  • Eine einfache Wand

Was sollte auf dem Foto zu sehen sein?

Im ersten Moment denkst Du Dir: Mein Produkt – was sonst?

Ganz so einfach ist es aber nicht.

Die Perspektive

Natürlich solltest Du Dein Produkt aus einer Perspektive fotografieren, welche die Vorderseite des Produktes zum Vorschein bringt. Nicht immer ist hierfür aber die gerade Frontalansicht die ansprechendste Perspektive. Scheue Dich nicht vor Experimenten, aus welcher Perspektive die „Schokoladenseite“ des Produktes am besten zur Geltung kommt. Oft ist ein 45-Grad-Winkel deutlich ansehnlicher als die 90-Grad-Ansicht. Auch ein seitlicher 45-Grad-Winkel kann Dir helfen, zeitgleich Vorderseite und Seite Deines Produktes in einem räumlichen Verhältnis darzustellen.

Für die Positionierung Deines Produktes solltest Du dich an die Drittel-Regel halten.

Teile dein Bild wie in der Abbildung in neun gleichgroße Felder auf, indem Du zwei waagerechte und zwei senkrechte Linien ziehst. Bei der Betrachtung der Bilder sollte die Mitte Deines Produktes auf einem der Schnittpunkte liegen – diese werden vom Kunden in der Regel als erstes wahrgenommen.

Zusätzlich solltest du Deinen Kunden auch andere Ansichten zur Verfügung stellen, damit sie sich ein räumliches Bild Deines Produkts vorstellen können.

Die Umgebung

Zeige Dein Produkt in der Umgebung, in der es verwendet werden sollte. Ein Porzellanservice in einer Garage zu fotografieren ist in diesem Fall nicht das Mittel zum Zweck. Hier macht sich ein hübsch aufgedeckter Tisch in einer Esszimmer-Umgebung deutlich besser. Handelt es sich bei deinem Produkt um einen Autoreifen, ist die Garage aber deutlich angemessener als die Couch im Wohnzimmer. Präsentiere Dein Produkt so natürlich wie möglich – Deine Kunden werden es Dir danken.

Die Dimension

Auch wenn das Hauptproduktbild ausschließlich Dein Produkt zeigen sollte, kannst Du dem Kunden eine Reihe anderer Bilder zur Verfügung stellen, die dein Produkt in einem angemessenen Verhältnis zu anderen Gegenständen zeigen. Bei einer Handtasche zum Beispiel bietet es sich an, eine Dame zu zeigen, die die Tasche trägt. In einen Koffer könntest Du ein paar Schuhe oder eine Shampooflasche legen, damit auf den ersten Blick erkenntlich ist, wie groß dein Produkt tatsächlich ist. Ist ein Kunde irritiert, weil er sich unter deinem Rucksack einen XXL-Backpacking Rucksack vorstellt, es sich aber um einen kleinen Sportrucksack handelt, ist das nicht nur ärgerlich, es wird sich vermutlich auch in Deinen Produktbewertungen bemerkbar machen.

Die Anwendung

Zeige dein Produkt in Benutzung! Eignet sich dein Produkt, um das Bedürfnis des Käufers zu erfüllen? Diese Frage sollte der Kunde anhand eines Produktes ganz klar beantworten können. Nicht jeder Kunde wird sich deine vollständige Produktbeschreibung ansehen, daher solltest Du aussagekräftige Bilder nutzen, um zumindest einen Teil der Anwendungsbereiche zu verdeutlichen.

Zudem kannst Du Anwendungsbilder nutzen, um bestimmte Emotionen in Kunden zu wecken. Um beim Beispiel des Backpacking-Rucksacks zu bleiben:

Fotografiere ein Model im Freien, welches den Rucksack auf einer steilen Bergwanderung trägt oder in einem Camper-Van am Strand. Die positive Emotion, die der Kunde damit verbindet, ist eine abenteuerliche Reise oder Wanderung. Er wird sich selbst mit diesem Produkt sehen und den Rucksack automatisch mit einem abenteuerlichen Lebensstil verbinden.

Die Details

Damit Deine Kunden eine genaue Vorstellung von den Vorteilen deiner Produkte bekommen, solltest Du möglichst detailgetreue Abbildungen anbieten. Oft können Kleinigkeiten die Kaufentscheidung Deines Kunden beeinflussen. Bei einer Uhr können dies zum Beispiel das Ziffernblatt oder die Länge der Zeiger sein, bei einem Kleidungsstück die Verarbeitung der Nähte oder der Reißverschlüsse.

Die Verpackung

Deine Verpackung auf einem Deiner Produktbilder abzubilden ist der ideale Weg, neben Deinem Produkt auch noch Deine Marke in den Mittelpunkt zu stellen. Abgesehen davon, dass die Verpackung oft ein Kriterium in der Kaufentscheidung des Nutzers ist, beinhaltet eine Verpackung oft wichtige Informationen zu deinem Produkt, die auf den ersten Blick erkennbar sind.

Best Practice – Professionelle Produktfotografie am Beispiel

Damit Du Dir alle genannten Punkte auch visuell verinnerlichen kannst, möchten wir Dir einige Beispiele von guten Produktfotos zeigen.

AmazonBasics Hartschalenkoffer 55 cm

Auf den Bildern siehst Du alle relevanten Ansichten des Produkts. Als Hauptbild wurde eine 45-Grad-Ansicht genutzt, die sowohl die Draufsicht als auch eine leichte Seitenansicht ermöglicht. Anschließend wird der Koffer aus weiteren Perspektiven gezeigt – liegend, stehend, von vorne, seitlich und von hinten. Zudem wird der Koffer mit einem Modell gezeigt, damit der Kunde eine genaue Vorstellung der Größe des Produktes bekommt. Das letzte Bild zeigt den Koffer mit Inhalt – so sind die Dimensionen auf den ersten Blick erkenntlich.

 

Die Bildbearbeitung

Im finalen Schritt, der Bildbearbeitung, hast Du die Chance, das Maximum aus Deinem Produktfoto herauszuholen. Erst in diesem Schritt wird aus dem einfachen Foto ein optimales Produktbild.

Als erstes benötigst Du für die Bildbearbeitung die entsprechende Software. Eine besonders beliebte Alternative ist Adobe Photoshop, Du kannst allerdings auch auf kostenlose Tools wie zum Beispiel Gimp zurückgreifen.

Schau Dir nun dein Produktbild genau an. Was möchtest Du verbessern? Wenn Du mit Deinem Hintergrund unzufrieden bist, kannst Du nun Dein Produkt freistellen. Wenn das Bild zu dunkel ist, kannst Du die Helligkeit korrigieren. Du findest, die Farbe kommt nicht richtig zur Geltung? Auch dies ist mit den gängigen Bildbearbeitungsprogrammen kein Problem.

Grundsätzlich solltest Du zwar Schatten beim Produktshooting vermeiden, im finalen Bild können sie aber einen wichtigen Einfluss auf das Endergebnis haben. Experimentiere also gerne auch hier etwas herum – teste verschiedene Lichteinfälle oder Schattenarten in der Nachbearbeitung.

Nimm Dir Zeit – Tonwertkorrekturen, Freistellen und Ausrichtung nehmen oft mehr Zeit in Anspruch als das Shooting selbst.

Hier noch einmal eine Quick-Checkliste für die Nachbearbeitung:

Bildausschnitt anpassen

Ausrichtung und Perspektive bearbeiten

Farb- und Helligkeitsoptimierung

Kontrasteinstellungen

Retuschieren von kleineren Unebenheiten/Makeln

Wichtig:

Die Bildbearbeitung ermöglicht es Dir zwar, Deine Bilder zu korrigieren. Die Bildgröße und -schärfe jedoch sind am Ende nicht mehr justierbar.
Achte deshalb gleich beim Shooting auf eine ausreichende Auflösung und ein unverzerrtes Bild.

Die finale Datei solltest Du am Ende als .jpeg oder .png abspeichern. Vergiss aber nicht, die originale Datei ebenfalls zu sichern, falls Du diese später noch einmal benötigst.

Nach dem Upload deiner Produktfotos solltest Du das Endergebnis auf verschiedenen Endgeräten (Desktop, Smartphone, Tablet) testen, damit Du die korrekte Darstellung auf allen Bildschirmen gewährleisten kannst.

Vorgaben der Marktplätze

Die gängigen Marktplätze wie Amazon oder eBay haben noch einmal zusätzliche Vorgaben für das jeweilige Hauptproduktbild:

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